Liebe Leserinnen, liebe Leser, was ist Ihnen wirklich wichtig im Leben? Oder anders gefragt: Woran hängt Ihr Herz?
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
was ist Ihnen wirklich wichtig im Leben? Oder anders gefragt: Woran hängt Ihr Herz? Ganz bestimmt (und hoffentlich!) an den Menschen, die Ihnen etwas bedeuten. Alles andere wäre ja auch noch schöner.
Daneben kann man sein Herz auch an anderes hängen oder gar verlieren: an Bücher (das gibt es wirklich), an Schweden oder an eine Modelleisenbahn, um nur mal das eine oder andere zu nennen. Ist das ein Problem? Das kommt darauf an, wie sehr wir unser Herz an diese Dinge hängen. Wenn sie Macht über unser Herz gewinnen, so dass wir nicht mehr frei sind, ist es ein Problem. Eine einfache Testfrage dazu lautet: Kann ich auf all das auch verzichten? Wirklich? Oder ist das nur so daher gesagt?
Auch Jesus hat einmal von unserem Herz gesprochen. Im Monatsspruch für den Monat Juli sagt er (Matthäus 6,21): „Wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.“ Das klingt wie eine Kalenderweisheit und leuchtet ja auch ein. Denn ein Schatz ist etwas sehr Wertvolles und wer einen besitzt, hängt natürlich daran.
Doch so neutral, wie dieser kleine Satz klingt, ist er von Jesus gar nicht gemeint. Er steht in einer Rede an seine Jünger, die durchaus den Charakter einer Ermahnung hat. Und zwar ermahnt Jesus seine Jünger in den Versen davor „sich nicht Schätze auf der Erde zu sammeln, sondern im Himmel.“ Und die schlichte Begründung lautet, dass alle irdischen Schätze ja doch vergänglich sind. Spätestens, wenn wir selbst eines Tages sterben, nützen sie uns nichts mehr.
Es ist also im Grunde töricht, Energie und Zeit auf das Sammeln von Schätzen zu verwenden, die vergänglich sind. Nun, könnte man sagen, das ist ja schließlich mein Problem, was ich mit meiner Zeit und Kraft anfange. Ginge es nur darum, könnte man dem zustimmen. Doch hier greift dann das, was Jesus anfügt: „Denn da wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.“ Was dann umgekehrt heißt: Mein Herz ist eben nicht bei Gott, wohl auch nicht beim Mitmenschen, der mich vielleicht braucht, sondern bei meinem Besitz. Und da niemand (Vers 24) „dem Geld und Gott gleichzeitig dienen kann“, müssen wir uns entscheiden, wem wir dienen wollen. Jedenfalls, wenn wir Jesus an dieser Stelle glauben. Was viele Christen aber nicht tun, weil sie denken, sie könnten doch Gott und dem Geld dienen. Doch hier täuschen sie sich. Es wird nicht funktionieren.
Jesus zeigt eine viel bessere Alternative auf: „Schätze im Himmel sammeln“. So sagt es Jesus ja. Doch wie sammelt man diese? Wie können wir auf das „himmlische Konto“ der „Matthäusbank“ einzahlen? Indem wir mit unserem Geld Gutes tun und z.B. für Menschen in Not spenden. Oder für die vielen Aufgaben in Gottes Reich. Und ganz konkret: für die Aufgaben in unserer Gemeinde, zu denen natürlich im Moment auch die Finanzierung unseres neuen Hauses gehört.
Vergeuden Sie also Ihr Leben nicht damit, am falschen Ort einen Schatz zu sammeln, sondern sammeln Sie gleich richtig: nämlich bei Gott, wo weder Rost noch Motten noch Dieben den Schatz zerstören können.