Liebe Leserinnen, liebe Leser, viele Menschen sind auf der Suche – z.B. nach Sinn für ihr Leben, nach Geborgenheit, Glück oder Reichtum...
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
viele Menschen sind auf der Suche – z.B. nach Sinn für ihr Leben, nach Geborgenheit, Glück oder Reichtum. Oder nach profaneren Dingen wie seltenen Briefmarken oder Münzen. Da sich der Mensch im Lauf der Geschichte nicht wirklich ändert, verwundert es nicht, dass das „Suchen“ auch in der Bibel eine Rolle spielt. Auch dort begegnen uns Menschen auf der Suche - nach Sinn, Geborgenheit oder Glück. Und auch damals schon nach Geld oder anderen materiellen Dingen. Wie gesagt, hat sich der Mensch seitdem nicht wirklich geändert.
Doch längst nicht alle, die auf der Suche sind, werden auch fündig. Eine seltene Briefmarke zu finden ist ja noch relativ leicht gegenüber dem Finden von Geborgenheit und Glück. Ganz zu schweigen vom Finden des Sinns für das Leben.
Dass viele Menschen in der Tat auf der Suche nach Sinn in ihrem Leben sind, zeigt schon eine einfache Internet-Suche mit den drei Wörtern „Sinn des Lebens.“ Dort findet man dann Seiten mit den Namen „Lebenssinn“, „Sinnforum“ oder „Sinn-des-Lebens“. Doch die dort gegebenen Antworten hinterlassen bei mir den Eindruck, dass sie nicht wirklich als Antwort auf die großen Fragen des Lebens taugen. Denn da kann man auf „Sinnforum“ Sätze lesen wie „Das Leben hat immer genau den Sinn, den man bereit ist, ihm zu geben“ oder „Nur man selbst kann seinem Leben einen Sinn geben, es mit Sinnvollem bereichern“ oder gar „Der Weg ist das Ziel“. Diese Aussagen scheinen mir eher Teil des Problems zu sein als Teil der Antwort.
Auch die Menschen damals in Israel zur Zeit des Propheten Amos suchten an der falschen Stelle. Nämlich in Gilgal, Bethel und Beerscheba. Dort hatten sie nämlich Tempel für ihre selbst hergestellten Götter gebaut. Sie brachten ihnen Opfer dar, feierten Gottesdienste und beteten sie an. Immer in der Hoffnung, dass der Gott im Gegenzug ihr Leben gelingen ließe. Doch ihnen ging es dabei wie knapp zweihundert Jahre später den Zeitgenossen Jeremias (Jeremia 2,13): „Denn mein Volk hat eine doppelte Sünde begangen: Erst haben sie mich verlassen, die Quelle mit frischem Wasser, und dann haben sie sich rissige Zisternen ausgehauen, die das Wasser nicht halten.“ Gott lenkt dagegen den Blick durch Amos dahin, wo es einzig und allein Leben gibt, wenn er dem Volk in Amos 5,4 sagen lässt (der Monatsspruch für Juni): „Suchet mich, so werdet ihr leben.“ Oder wie man es eigentlich betonen muss: „Suchet MICH, so werdet ihr leben.“
Sind Sie auch auf der Suche? Spüren Sie in sich Hunger nach Leben? Haben Sie den Eindruck, dass das, was sie bisher gefunden haben, nicht wirklich dazu taugt, Ihr Leben auszufüllen? (Mal ganz zu schweigen von der Frage, was Sie eigentlich tragen wird, wenn es mal ans Sterben geht). Dann sollten sie Gott ernst nehmen und ihn suchen. Denn Gott als der Schöpfer unseres Lebens weiß am Besten, was wir brauchen und was uns guttut. Bei ihm finden wir, was unser Leben wirklich trägt, nämlich seine Liebe und Gnade, die uns bedingungslos annimmt (uns aber dann nicht so lässt, wie wir sind, sondern in das Bild von Jesus verwandelt durch den Heiligen Geist).
Und was ist nun der Sinn des Lebens? Auch hierauf will ich mit einer direkten Antwort Gottes antworten, dieses Mal aus dem Propheten Micha (6,8): „Es ist dir gesagt worden, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir erwartet: Nichts anderes als dies: Recht tun, Güte und Treue lieben, in Ehrfurcht den Weg gehen mit deinem Gott.“ Wobei diese Dinge zusammengehören und der Schlüssel ist, „in Ehrfurcht den Weg zu gehen mit deinem Gott“. Denn wie sagt Gott durch Amos: „Suchet MICH, so werdet ihr leben.“
Ich wünsche Ihnen, dass Ihr Lebenshunger gestillt wird. Und zwar durch Jesus, der als das „Brot des Lebens“ versprochen hat, dass jeder, der an ihn glaubt, satt werden wird.