"Und für wen haltet ihr mich?" fragte Jesus eines Tages seine Jünger, nachdem er sich von ihnen hatte erzählen lassen, was die Leute so über ihn dachten (Matthäus 16,13ff). Das ist die entscheidende Frage! Wer ist Jesus? Damals wie heute gehen die Meinungen darüber auseinander.
Man sagt, er war ein Gammler. Er zog durch das ganze Land.
Raue Männer im Gefolge, die er auf der Straße fand.
Niemand wusste, wo er herkam, was er wollte, was er tat.
Doch man sagte: Wer so redet, ist gefährlich für den Staat.
Man sagt, er war ein Dichter, seine Worte hatten Stil.
Wer ihn hörte, schwieg betroffen und ein Sturm war plötzlich still.
Seine Bilder und Vergleiche waren schwierig zu versteh'n,
doch die Leute saßen stundenlang, ihn zu hören und zu seh'n.
Man sagt, er war ein Zauberer, an Wundern fehlt es nicht.
Er ging zu Fuß auf einem See und gab den Blinden Augenlicht.
Machte Wein aus klarem Wasser, kannte Tricks mit Fisch und Brot,
und er sprach von einer "Neugeburt" weckte Menschen auf vom Tod.
Man sagt, er war Politiker, der rief: Ich mach euch frei!
Und die Masse wollte gern, dass er ihr neuer König sei.
Er sprach laut von Korruption und wies auf Unrecht offen hin,
doch man hasste seinen Einfluss und so kreuzigten sie ihn.
Er ist der Sohn des Höchsten, doch er kam um Mensch zu sein.
Offenbarte Gottes Art, um uns aus Sünde zu befrei'n.
So hab' ich ihn erfahren; ich begann, ihn so zu seh'n.
Und ich meine, es wird Zeit - wir sollten ihm entgegengeh'n.
(von Larry Norman, dt. Text Andreas Malessa)
Wer ist dieser Mann aus Nazareth? Ist er wirklich der Sohn Gottes? So wie Petrus auf Jesu Frage antwortete: "Du bist Christus, der von Gott verheißene Retter, der Sohn des lebendigen Gottes!" (Matthäus.16,15+16) Oder war Jesus nur ein Gammler, Dichter, Zauberer oder Politiker? An der Frage, wie man zu Jesus steht, entscheidet sich das Schicksal des Menschen. Denn "nur Jesus kann den Menschen Rettung bringen. Nichts und niemand sonst auf der ganzen Welt rettet sie." (Apostelgeschichte 4,12). Nur wer Jesus als seinen Herrn und Retter anerkennt und sein Leben ihm restlos anvertraut, wird von Gott mit dem ewigen Leben beschenkt. Jesus ist das Zentrum der Geschichte! Wer an ihm vorbeigeht, hat den Sinn seines Lebens verfehlt!
Schon seine Geburt unterscheidet ihn von anderen Menschen! Er wurde durch den Heiligen Geist gezeugt (Matthäus 1,18) und seine Mutter Maria hatte keinen Geschlechtsverkehr vor seiner Geburt ("Jungfrauengeburt"). Wenn Jesus einen menschlichen Vater und eine menschliche Mutter gehabt hätte, wäre er auch nur ein Mensch! Die Bibel bezeugt aber, dass er der Sohn Gottes ist, der schon vor Beginn der Welt bei Gott war (z.B. Philipper 2,6-11)! Jesus ist ganz Gott (Johannes 1,1; 20,28), und er ist ganz Mensch (Johannes 1,14) - beides zu 100 Prozent! Letztlich stehen wir staunend vor diesem Geheimnis und können es nicht ganz verstehen. Aber nur als wahrer Mensch und als wahrer Gott konnte er uns von der Sünde erlösen!
Sein Leben war gekennzeichnet von Güte und Erbarmen mit seinen Mitmenschen (Matthäus 9,35-38). Er verkündigte den Menschen nicht nur die Gute Nachricht von Gottes Erbarmen, sondern er brachte ihnen dieses Erbarmen. Als Zeichen dafür, dass er wirklich von Gott gesandt war - und als ein Lichtstrahl aus Gottes neuer Welt -, heilte er seine Mitmenschen von Krankheit und weckte sogar Tote auf. Sein Leben ist die Erfüllung alttestamentlicher Stellen, die vom Messias sprechen (z.B. Jesaja 35,5+6)
Seine Botschaft lautete: "Jetzt ist Gottes Stunde gekommen. Seine Königsherrschaft wird nun aufgerichtet. Ändert euch von Grund auf! Kehrt um zu Gott und nehmt seine Heilsbotschaft im Glauben an!" (Markus 1,15). Er verkündigte Gott nicht mehr als den strengen und unerbittlichen Richter, sondern als den liebevollen Vater (Lukas 15,11-32), der sehnsüchtig auf die Heimkehr seiner weggelaufenen Kinder wartet.
Sein Sterben war das Siegel unter seine Botschaft, dass Gott den Sünder liebt und ihm vergeben will. Sein Tod am Kreuz war kein Betriebsunfall, sondern Teil von Gottes Heilsplan für die Menschheit (Markus 10,45). Jesus starb am Kreuz für die Sünden der ganzen Welt. Er nahm aus Liebe zu uns die Strafe für unsere Sünde auf sich und sühnte sie (Jesaja 53,4+5). Durch sein Sterben hat er die Menschen mit Gott versöhnt (2.Korintherbrief 5,19-21).
Seine Auferstehung ist die göttliche Bestätigung der Gültigkeit seines Sterbens für die Menschen (Römer 4,25; 1. Petrusbrief 1,3). Sie ist auch Unterpfand für unsere eigene Auferstehung. Jesus ist der erste, der auferstanden ist. Alle, die an ihn glauben, werden eines Tages auch auferstehen.
Niemand kann im wissenschaftlichen Sinn beweisen, dass Jesus auferstanden ist. Aber seine Auferstehung ist eines der am besten bezeugten Ereignisse der Antike (1.Korinther 15,5-8)! Das Grab war leer - Jesus lebt!
Seine Himmelfahrt ist seine Rückkehr zu seinem Vater in den Himmel. Dort sitzt er nun zur Rechten Gottes und tritt für uns ein (Hebräer 7,25; 1.Johannesbrief 2,1).
Jesus will nicht nur unser Freund sein (Johannes 15,15), sondern er ist unser Herr! Mit diesem Ausdruck meinten die ersten Christen, dass Jesus die absolute Kontrolle über das Leben seiner Nachfolger und die Herrschaft über die Welt hat!
Auch nachdem Jesus in den Himmel zurückgekehrt ist, können wir eine lebendige Beziehung zu ihm durch seinen Geist und das Gebet haben.
Seine Wiederkunft setzt dieser Welt ihr Ende. Jesus ist nicht für immer in den Himmel gegangen. Er wird in Macht und Herrlichkeit auf die Erde zurückkehren, um seine Gemeinde zu sich zu holen und seine Feinde zu besiegen. Dann werden alle widergöttlichen Mächte gerichtet und verbannt werden. Für alle, die an ihn glauben, beginnt dann das ewige Leben in seiner Nähe.
In den sogenannten "Ich-bin-Worten" beschreibt Jesus selber, wer er ist. Im Johannesevangelium werden uns folgende Worte Jesu überliefert:
6,35
8,12
10,7
10,11
11,25
14,6
15,5
18,37
Bitte lest in der kommenden Woche diese ausgewählten Bibeltexte mit der Fragestellung:
Wer ist Jesus und welche Bedeutung hat er für mich ganz persönlich?
Matthäus 11,28-30
Markus 1,14-39
Jesaja 52,13-53,12
Johannes 19,16-30
Johannes 20
Philipper 2,6-11